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Reisemagazin

Malaysia
Die schönsten Nationalparks
 
 
Niah Nationalpark
© Tourism Malaysia
 
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anze 19 Nationalparks schützen heute die einmalige Natur, zwei stehen sogar unter UNESCO-Schutz. Um Besuchern den Zugang zu den Naturschätzen zu ermöglichen, bieten zahlreiche Veranstalter geführte Trekkingtouren an. Zum Teil lassen sich die Parks auch auf eigene Faust erkunden.

Festlandsmalaysia

Taman Negara: Spaziergang durch Baumkronen
Es pfeift und ziept, es schrillt und fiept, als hätte ein Zahnarzt all seine Geräte gleichzeitig angestellt. Wer den Taman Negara betritt, glaubt seinen Ohren nicht zu trauen, so laut ist es. Er ist der älteste und mit mehr als 4000 Quadratkilometern auch der größte malaysische Nationalpark und einer der ältesten Dschungel der Erde. Schon vor 130 Millionen Jahre ragten seine Urwaldriesen in den Himmel. Besucher können auf gut markierten Wegen kurze Spaziergänge in den Dschungel machen, auf einer Hängebrücke 40 Meter über dem Boden durchs Kronendach balancieren oder zu mehrtägigen Trekking-Touren in den Dschungel aufbrechen. Die längste dauert neun Tage und führt zum Gunung Tahan, dem 2187 Meter hohen Wahrzeichen des Parks.

Endau-Rompin Dem Tiger auf der Spur
Um hier einem echten Tiger zu begegnen, bräuchte es schon sehr viel Glück oder Pech, wie man will. Möglich wäre es aber, denn neben dem seltenen Sumatra-Nashorn und dem Weißen Gibbon leben auch noch einige malaysische Tiger in den undurchdringlichen Wäldern des Parks. Der Endau-Rompin, ist einer der wenigen erhaltenen Flachlanddschungel der Halbinsel und eine wahre Fundgrube für Botaniker. Pflanzenkundler haben hier schon viele seltene Pflanzen entdeckt, etwa die Fächerpalme "Endau ensis", den Kletterbambus "Rhopa loblaste" oder die schmalstämmige Palmenart "Phychorapis singapornesis".

Sarawak

Bako Nationalpark Planet der Affen
Drei Dinge brauchte es, um die seltene Küstenlandschaft des Bako Nationalparks nahe Kuching zu formen: Wind, Wellen und sehr viel Zeit. Das Ergebnis sind bizarre Sandsteinformationen und Steilklippen mit einer Vegetation, die es nur hier gibt. In den Mangroven-, Sumpf- und Trockenwäldern des nur knapp 30 Quadratkilometer großen Parks haben Affenarten wie Silberlanguren, Langschwanzmakaken und die seltenen Proboscisaffen, die nur an den Küsten Borneos vorkommen, ihre Heimat.

Niah Nationalpark Paradies für Höhlenforscher
Weltbekannt ist der kleine Park im östlichen Sarawak für seine Kalksteinhöhlen, die heute Höhlenforscher und Touristen aus aller Welt anlocken. Denn neben jahrtausendealten Wandmalereien entdeckten Wissenschaftler hier auch 40.000 Jahre alte Knochenreste von Steinzeitmenschen und damit die ältesten menschlichen Spuren in Südostasien.

Sabah Turtle Island Park Geburtsstation für Schildkröten
Man möchte sie anschieben, denn es bricht einem fast das Herz, wenn sich die Kolosse nach der Eiablage mit letzter Kraft über den Strand schleppen. Aber das tut man besser nicht. Denn um die seltenen grünen Schildkröten und Falkennasenschildkröten vor dem Aussterben zu bewahren, hat die malaysische Regierung den Turtle Island Park, vor der Ostküste Sabahs zur geschützten Zone erklärt und jeglichen menschlichen Eingriff untersagt. Ausnahme: Um die Population zu sichern sammeln Tierschützer die Eier nach der Ablage ein und bringen sie in eine Brutstation. Ein weitere Möglichkeit, riesige Ledernacken Schildkröten bei der Eiablage zu beobachten besteht bei Rantau Abang an der Ostküste der Halbinsel.

UNESCO Weltkulturerbe

Gunung Mulu National Park und Kinabalu Park
600 Meter lang, 450 Meter breit und fast 100 Meter hoch. Das sind die Maße der größten natürlichen Höhle der Welt, der "Sarawak-Chamber". Sie gehört zum ausgedehntesten Kalksteinhöhlensystem der Erde, das sich kilometerlang durchs poröse Gestein des Gunung Mulu Nationalpark zieht. Den besonderen Status als Weltkulturerbe verdankt der Park aber auch seinem unglaublichen Artenreichtum. Rund 3500 Pflanzenarten, davon allein mehr als 100 Palmen finden sich hier, und ständig entdecken Forscher neue Arten. Eine Kuriosität der Landschaft sind die "Pinnacles", 50 Meter hohe Kalksteinnadeln, die sich wie Speerspitzen aus dem Grün erheben. Überragt wird der Park vom 2377 hohen Gunung Mulu. Noch höher ist der Mount Kinabalu, der sich im benachbarten Bundesstaat Sabah bis auf 4100 Meter erhebt. Er ist der höchste Berg Südostasiens und Mittelpunkt des gleichnamigen Nationalparks. Arten aus ganz Asien kommen hier vor, und Pflanzen aus sämtlichen Vegetationszonen vom tropischen Regenwald bis zu alpinen Flechten. Unter anderem gedeiht auch die größte Blume der Welt, die Rafflesia, deren Blüte ein bequemes Kinderbett abgeben würde, und mit ihr mehr 1500 andere Orchideenarten.

 
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