Reiseziele Special Interest Hin & Weg Reiseservice Urlaubslaune
  Länder von A bis Z Ski, Abenteuer, Singles ... Mietwagen, Bahn, Flug ... Gesundheit, Wetter, Geld ... Musik, Bilder, Kurioses ...
           
  Unterkunft Reisebuchung Top-Events Reiseliteratur Kulinarisches
  Hotels, Clubs, Camping ... Schnäppchen, Preisvergleich ... Tickets, Konzerte ... Guides, Urlaubslektüre ... Gastrotipps, Rezepte ...
           
 
Home / Reisemagazin / Städteziele
Reisemagazin

städteziele
Nightclubbing in Prag
 
 
© Radost FX  
D

as Kopfsteinplaster ist brüchig, und die Jugendstil-Fassaden warten noch immer auf ihren ersten Anstrich. Zizkov auf der "Kleinen Seite" von Prag sieht gelinde gesagt etwas vernachlässigt aus. Trotzdem gilt der einstige Arbeiterbezirk bei den Jungen und Kreativen der Tschechen-Metropole zurzeit als erste Adresse. Aber so ist das nun mal mit Szenevierteln. Es braucht Pioniergeist und Fantasie, um sie zu entdecken.

Ein bisschen erinnert Zizkov an den Prenzlauer Berg als das Berliner Trendviertel noch nicht chic und saniert war. Ein bisschen weht der Geist von St. Pauli. Mit dem Hamburger Kiez hat der Prager Stadtteil nicht nur die Leidenschaft für hemdsärmeligen Fußball gemeinsam. Viktoria Zizkov heißt der Erstliga-Club. Die Anlage ist schäbig, die Stimmung dafür umso besser. Nach Zizkov kommt, wer richtig feiern will. Denn nirgends in der Stadt gibt es mehr Kneipen als hier. Allein in der rund 800 Meter langen Boøivojova buhlen mehr als 20 Pinten um durstige Kunden. Sie heißen "zum ausgeschossenen Auge" oder "zum Ring", sind urig-düster wie und eh und je und jede ein echtes Original. Oft geht das Bier hier noch für weniger als einen halben Euro über den Tresen. Das ist auch gut so, denn die Nächte sind lang und das Publikum trinkfest.

Wer nach hippen Bars und szenigen Lounges sucht, ist in Zizkov an der falschen Adresse. Einzige Ausnahme: das Palac Akropolis, der zurzeit angesagteste Club des Viertels. Er genießt nicht nur bei den Pragern Kultstatus, sondern ist auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zum einen, weil hier schon Bands wie die Strokes und die Toten Hosen gespielt haben. Zum anderen, weil er Prager Nachwuchsbands eine Bühne bietet. Wenn gerade keine Band auf der Bühne steht, dröhnt Reagge, Dub und Hip-Hop aus den Boxen.

Wer genug hat vom düster derben Charme Zizkovs kehrt zurück auf die andere, größere Seite der Moldau und geht zum Beispiel ins Roxy, den innovativsten Club der Stadt. In den Räumen des ehemaligen Jüdischen Gemeindezentrums experimentieren internationale DJs mit Elektro-Sound und allerlei anderen Klängen. Wer will, kann sich dazu schräge Filme junger Macher angucken oder bei House-, Jungle- und Techno-Musik abtanzen. Manchmal gibt es auch Theateraufführungen und Kunstausstellungen.

Ähnlich gut tanzbar mit ihrer Mischung aus House und Techno sind nur die Clubs Mecca und das Radost FX. Letzterer wurde 1992 von einem US-Amerikaner gegründet und steht besonders bei jungen Amerikanern hoch im Kurs, die Prag in den 90er Jahren als das neue Paris für sich entdeckt haben. 40000! leben mittlerweile in der Goldenen Stadt und tragen nicht wenig zur Szenekultur und Partyatmosphäre der 1,4-Millonen-Metropole bei. Das Radost ist vieles in einem: Diskothek und Cocktail-Bar, Elektro-Lounge und Kunstgalerie. Berühmt ist es vor allem für seine abgefahrene Deko, die alle paar Monate wechselt, mal Jugendstil, mal Science-Fiction-Look. Wer will, tanzt hier bis zum nächsten morgen, und wer sich gar nicht trennen kann: im angeschlossenen Cafe gibt's hervorragendes vegetarisches Frühstück. Eine gute Basis für die nächste Partynacht.

 

 

 
Wien: Jenseits der Gmiatlichkeit
Danzig: Mit Charme und Tradition
Prag: Nightclubbing
Metropolen: Kaffeehäuser mit Tradition
Dubrovnik: Die Perle der Adria glänzt wieder
 
 

 

Copyright © 2002-2006 Travellinxx.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top-Sites Reise-Know-How  Klimaguide Reisebuchung Reisemagazin Rezepte